1929 bis 1938

1929

Um den 10. Mai entbrannte eine hitzige Debatte "für oder gegen" die Aufnahme von Frauen in den "ostmärkischen Sängerbund": Die Männer blieben standhaft, es kam nicht dazu.

Am 1. Dezember wurde Obmann Eduard POLLAK wiederholt zum Bürgermeister von Langenlebarn gewählt.

1930

Am 26. Februar schaffte der Verein einen "Vervielfältigungsapparat" an.

Am 15. August wurde die umgegossene Vesperglocke für die Pfarrkirche geweiht. Glockenpatin war Stefanie POLLAK, die Gattin des Obmannes.

Chormeister PAUSCH übersiedelte am 4. Oktober nach Wien, neuer Chormeister wurde Heinrich NAGL.

 

Am 29. Oktober verstarb Gründungs- und Ehrenchormeister und Altbürgermeister Johann TREE.

1931

Am 26. Jänner verstarb Ehrenchormeister Josef PAUSCH.

Am 7. Juni fand in Langenlebarn das 9. Gausängerfest mit 15 teilnehmenden Vereinen statt.

Im Oktober musste ein Schiedsgericht statutengemäß einen internen Streit schlichten.

Bei der Generalversammlung am 21. November wurde Dr. Richard EISENMENGER zum Chorleiter und Franz LAMBERT zu dessen Vertreter gewählt.
Der bisherige Chormeister Heinrich NAGL trat daraufhin aus dem Verein aus.

1933

Am 28. Februar fand im Gasthaus UHLIK ein gelungener Faschingsrummel bei übervollem Saal statt. Bei der Ausschusssitzung am 25. Oktober kam es zu schweren Auseinandersetzungen wegen einer Anleihe. Obmann POLLAK und Chormeister Dr. EISENMENGER traten daraufhin tief entzweit aus dem Verein aus. Chormeister NAGL übernahm wieder sein Amt, POLLAK die Obmannschaft.

1935

Obmann Stellvertreter Wratislaw HOSEK begann eine Chronik über den Sängerclub anzulegen.

Am 15. Mai trat Leopold NEMETZ dem Verein bei.

1936

Der Verein war mit Chormeister NAGL nicht mehr einverstanden, der bisherige Stellvertreter Peter PIRCHER übernahm seine Stelle. Am 16. Februar wurde Obmann Eduard POLLAK Ehrenbürger von Langenlebarn.

1937

Am 1. Mai Teilnahme an der Fahnenweihe der Ortsgruppe "Vaterländische Front". Bei der 100-Jahrfeier der DDSG am 19. Juni zogen die Schiffe ,,Maria Anna" und ,,Johann Strauß", mit Bundespräsident MIKLAS an Bord durch die Wellen, 18 Mitglieder standen mit der Vereinsfahne aber ohne Gesang am Ufer.

Am "12. Deutschen Sängerbundfest" und 75-jährigen Bestandsjubiläum des deutschen Sängerbundes in Breslau nahmen 10 Sänger mit ihren Frauen teil.

Eintritt von Rudolf THORD am 1. Dezember.

Schicksalsjahr 1938

Die seltene Erscheinung eines Nordlichtes am 25. Jänner erzeugte in der Bevölkerung Unruhe und Angst vor Krieg, Krankheit und Überschwemmung.

Am 12. März erfolgte der Einmarsch deutscher Truppen. Obmann Eduard POLLAK legte sein Amt zurück und wurde noch in der Nacht des Einmarsches seiner Amtsgeschäfte als Bürgermeister des Marktes Langenlebarn enthoben.

Dr. EISENMENGER trat an seine Stelle. Am 8. August fand eine letzte Gesangsprobe statt. Das Vereinsgeschehen erlosch.

Der Vereinsvorstand, nach den nationalsozialistischen Vorgaben neu gewählt, wurde zwar nicht aufgelöst, die Vereinstätigkeit aber auf Dauer des 2. Weltkrieges eingestellt.